Die Geburtenstation muss in Bad Saulgau bleiben!

Sie können für unsere Geburtenstation auch in vielen Saulgauer Geschäften und Apotheken unterschreiben. Die händischen Unterschriften und die aus der Online-Petition landen am Ende auf derselben Liste. 

Ankündigungen:
14. Juli, 16.00 Uhr: Sondersitzung des Kreistags zur Geburtenstation in der Sandbühlhalle in Bingen

24. Juli, 12.00 Uhr: Demonstration für die Geburtenstation in Bad Saulgau (weitere Infos folgen)

Die Geburtenstation in Bad Saulgau soll zum 1. Juli schließen! Warum? Weil man sie kaputtgespart hat. Das geht gar nicht!

Die Hebammen, Pflegekräfte und die Ärzteschaft haben sich enorm engagiert. Allerdings sind die Arbeitsbedingungen gerade für die Hebammen immer schlechter geworden. Die Geschäftsführung hätte sich aktiv für ihre Beschäftigten einsetzen müssen. Stattdessen hat man die Station an die Wand fahren lassen und zeigt jetzt auf den Fachkräftemangel. Es bleibt der Eindruck: Den Verantwortlichen ist die Geburtenstation schlicht zu teuer geworden ist. Darunter leiden jetzt junge und zukünftige Familien in und um Bad Saulgau. Mich macht das wütend.

Die Bedürfnisse der Menschen müssen in der Gesundheitsversorgung immer wichtiger sein als finanzielle Interessen. Und rund 700 Geburten, Tendenz steigend, zeigen, dass wir die Geburtsstation in Bad Saulgau wollen und brauchen.

Ich sehe auch: Die SRH-Kliniken sind an gesetzliche Vorgaben gebunden – und die müssen wir dringend ändern. Unser Gesundheitswesen muss auf das Patientenwohl ausgerichtet sein. Um finanzielle Einzelinteressen zurückzudrängen, müssen wir das große Rad drehen. Wir müssen Schluss machen mit der Gewinnmaximierung im Gesundheitswesen. Dafür will ich mich im Bundestag einsetzen.

Für die werdenden Eltern und zukünftige Eltern in unserer Heimat dauert das allerdings zu lange. Kämpfen wir für unsere Geburtenstation!

Alina Schorpp, Hebamme aus Boms, schreibt:

„Kein Nachwuchs mehr in Bad Saulgau….. Es macht mich als ortsansässige Hebamme sehr betroffen, wenn die Frauen einen Weg von teilweise über 30 min zum Kreißsaal auf sich nehmen müssen. Zunehmend werden Kinder auf dem Weg in die Klinik zur Welt kommen und Notfälle können unter Umständen nicht rechtzeitig versorgt werden.

Gemeinsam mit anderen Hebammen aus der Region bin ich bereits im Sommer 2020 auf die SRH Klinik Bad Saulgau zugegangen und wir haben aufgrund der angespannten Lage im Kreißsaal unsere Unterstützung als Hebammen im Belegsystem angeboten. Es liegt uns am Herzen, dass unsere Schwangeren vor Ort weiterhin eine adäquate Versorgung vorfinden. Die Not scheint damals noch nicht groß genug gewesen zu sein und man behalf sich mit Leihhebammen. Leider war es nur eine Frage der Zeit, dass dieses System der angestellten Hebammen so nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte. Trotz anscheinend großer Bemühungen der SRH Klinik konnten keine neuen Hebammen am Markt gefunden werden, da die Verantwortung und die Arbeitsbedingungen unserer Meinung nach nicht dementsprechend entlohnt werden.

Unser Angebot das Belegsystem, wie in vielen anderen Kliniken auch, hier zu etablieren wurde abgelehnt. Hebammen arbeiten hierbei freiberuflich und haben einen Belegvertrag. Dabei entstehen deutlich weniger Kosten für die Klinik, aber die Arbeit der Hebammen wird so angemessen entlohnt. Mit dem Belegsystem würde die Arbeit in einem Kreißsaal wieder deutlich interessanter werden, auch für Hebammen aus dem Kreisgebiet, die momentan keine Geburtshilfe leisten.”

Sie wollen noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema schaffen?

Wir lassen Ihnen gerne Flyer zum Verteilen zukommen.